Hauptstadtkongress der Offensive Mittelstand: Gestaltungsvorschläge zur Prävention 4.0 diskutiert

Wie sollen wir die neue Arbeitswelt gestalten und für Sicherheit und Gesundheit in der digitalen Transformation sorgen? Wie können Unternehmen zukünftig geführt werden? Zu diesen und weiteren Fragen wurden auf dem Hauptstadtkongress „Prävention 4.0“ am 7. Dezember 2016 Informationen und Erkenntnisse geboten sowie Gestaltungskriterien für eine Prävention 4.0 diskutiert. Eingeladen hatten die Offensive Mittelstand und das Verbundprojekt Prävention 4.0 in die Deutsche Bundesbank in Berlin.

Welche Anforderungen an die neuen Entwicklungen bestehen, stellten Handwerk und Sozialpartner den 150 Teilnehmern vor. Wieweit die 4.0-Prozesse mittlerweile das Handwerk erreicht haben, zum Beispiel durch den Einsatz von Drohnen, legte Karl-Sebastian Schulte, Geschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) dar. Damit bestätigte er Oleg Cernavin und Prof. Dr. Sascha Stowasser, die zunächst die Kernprozesse der digitalen Transformation beschrieben hatten und nach vielen Expertengesprächen und Workshops in Betrieben bilanziert haben: „Es gibt noch keine hundertprozentige 4.0-Realisierung im kompletten Arbeitsprozess aber viele Betriebe stecken schon mitten drin in der 4.0 Planung und Entwicklung.“

Dr. Otto Fritz Bode vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) informierte die Teilnehmer über die Initiativen seines Ministeriums, die 4.0-Prozesse über Projekte vor allem im Mittelstand zu fördern und mit zu unterstützen. Er verwies darauf, dass der Mensch und eine menschengerechte Arbeitsgestaltung bei den technikorientierten Diskussionen um die Industrie 4.0 nicht vernachlässigt werden dürfe.

Konkrete Gestaltungsideen zu den Prävention 4.0-Themenfeldern Führung, Organisation, Sicherheit und Gesundheit diskutierten und entwickelten die Teilnehmer in vier Workshops. Die lebendigen, ideenreichen und auch kontroversen Diskussionen zeigten die Chancen, aber auch die Gefahren der 4-0-Entwicklungen für die Prävention auf. Die Ideen werden in das Verbundprojekt Prävention 4.0 einfließen, das eine Expertise mit konkreten Maßnahmenvorschlägen entwickeln wird.

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