empCARE

Pflege für Pflegende: Entwicklung und Verankerung eines empathiebasierten Entlastungskonzepts in der Care-Arbeit

Emotionale Dauerbelastung als Herausforderung in der Care Arbeit

Der intensive Kontakt zwischen Pflegekräften und Patienten ist eine der wichtigsten Grundlagen der Care-Arbeit. Empathie und emotionale Kompetenz sind unerlässlich, wenn sich der zu pflegende Mensch nur noch eingeschränkt oder gar nicht ausdrücken kann. Doch hier stehen Pflegekräfte häufig im Konflikt mit Zeitdruck und enger Arbeitstaktung – emotionale Dauerbelastung ist die Folge, die schnell zu Überforderung, Burnout oder Depression führen kann. Aber nicht nur psychische Belastungen im Pflegealltag, auch der steigende Fachkräftemangel und die hohe Personalfluktuation stellen den Pflegeberuf zunehmend vor große Herausforderungen. Gefragt sind neue präventive Konzepte der Arbeitsgestaltung, die Vitalität, Kreativität und Arbeitsfähigkeit der beschäftigten Pflegekräfte erhalten.

Ziele des Projektes empCARE

Ziel des Projektes empCARE ist es, ein wissenschaftlich fundiertes Entlastungskonzept für Pflegekräfte zu entwickeln, das emotionale Belastungsfolgen durch frühzeitige Prävention vermeidet. Das Konzept kombiniert kurzfristige Trainings- mit langfristigen Coachingmaßnahmen zur Kompetenzentwicklung, um den Praxistransfer zu sichern. Zudem werden Umsetzungshinweise erstellt, mit denen Institutionen diese Maßnahmen dauerhaft im Sinne förderlicher Arbeitsbedingungen verankern können. Geplant ist außerdem, ein Multiplikatorenverfahren des empathiebasierten Entlastungskonzeptes in der stationären Pflege zu entwickeln und auch an die mobile, häusliche und ambulante Intensivpflege anzupassen.

Durch die Praxispartner wird auf Grundlage des Entlastungskonzeptes der Aufbau eines „Entlastungsnetzwerks Pflege“ angestrebt. Über das innovative Netzwerk wird das Konzept an Pflegende und Multiplikatoren weitervermittelt, verbreitet und auch auf die Altenpflege übertragen. Mit seinen Konzepten und Maßnahmen will empCare dazu beitragen, gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen im Pflegeberuf zu verankern – und langfristig die Problematik des Fachkräftemangels und die hohe Fluktuation im Pflegeberuf zu adressieren.

Weitere Informationen
Projektlaufzeit
01. November 2015 bis 30. April 2019
Kontakt

Univ.-Prof. Dr. Marcus Roth
Universität Duisburg Essen

Telefon: 0201 183-6057
marcus.roth@uni-duisburg-essen.de