ITAGAP

Integrierte Technik- und Arbeitsprozessentwicklung für Gesundheit in der ambulanten Pflege

Hohe physische und psychische Arbeitsbelastung in der Pflege

Im Zuge des demografischen Wandels wird die Gesellschaft immer älter. Die damit einhergeende starke Nachfrage nach ambulanten Pflegeleistungen stellt Unternehmen des Pflegesektors vor große Herausforderungen: Der Kostendruck verschärft den Wettbewerb und bereits heute haben ambulante Pflegedienste Probleme, junge Mitarbeiter zu rekrutieren und an sich zu binden. Denn die Arbeit in der Pflege ist sowohl körperlich als auch psychisch belastend, die gesellschaftliche Wertschätzung häufig gering, Arbeitszeiten und Vergütung wenig attraktiv. Damit die Nachfrage nach gesunden, beschäftigungsfähigen Mitarbeitern in den kommenden Jahren bewältigt werden kann, müssen sich Pflegeunternehmen zu demografie- sowie präventionsorientierten Organisationen weiterentwickeln – und dabei Anschluss an moderne und auch technikgestützte Ansätze der Personal- und Organisationsentwicklung suchen.

Ziele des Projektes ITAGAP

Unter Einbezug smarter Technologien entwickelt ITAGAP Konzepte zur präventiven Arbeitsgestaltung in der ambulanten Pflege. Diese zielen darauf ab, die Organisation der Pflegeleistung zu verbessern und dabei gleichzeitig langfristige Berufsperspektiven einschließlich der Vereinbarkeit des Pflegeberufs und Privatlebens zu gewährleisten. In den Konzepten werden Potenziale der Sensor- und Informationstechnologie genutzt, pro-aktiv weiterentwickelt und in bestehende IT-Systeme der Pflegedienste integriert. Damit lassen sich Daten aus Systemen des „Ambient-Assisted-Living“ – das sind sogenannte intelligente Umgebungen, die sich an die Bedürfnisse ihrer Nutzer anpassen und vor allem ältere oder eingeschränkte Menschen unterstützen – auswerten und für die computergestützte Pflegeplanung und -dokumentation nutzen.

Durch den intensiven Einbezug von Pflegekräften in den Entwicklungsprozess werden die Anforderungen aus der Pflegepraxis ausreichend berücksichtigt. Die entwickelten Konzepte integrierter Arbeitsprozess- und Technikgestaltung sind für kleinbetriebliche ambulante Pflegedienste zur nachhaltigen Personalentwicklung und Gesundheitsförderung unmittelbar einsetzbar. Damit möchte ITAGAP einen Beitrag leisten, Pflegekräfte in ihrem Arbeitsalltag sowohl im städtischen als auch ländlichen Raum zu entlasten und auch bei den Gepflegten eine höhere Akzeptanz zum Einsatz technischer Hilfsmittel zu schaffen.

Projektlaufzeit
01. Juli 2016 bis 30. Juni 2019
Kontakt

Andreas Blume
Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. Weser-Ems
    
Telefon: 04404 9875 427
andreas.blume@johanniter.de