Neue digitale Arbeitsformen und psychosoziale Arbeitsbelastungen – Projekt Dynamik 4.0 untersucht Zusammenhänge

Frau arbeitet am Laptop.

Der Einsatz digitaler Technologien ist im Dienstleistungs- und Industriesektor zum Alltag geworden. Die Mehrzahl der Beschäftigten arbeitet mittlerweile in irgendeiner Form digital. Untersuchungen zu den gesundheitlichen Konsequenzen gibt es allerdings nur vereinzelt. Diese hat das Projekt Dynamik 4.0 nun in einer explorativen Literaturstudie zusammengeführt, die verdeutlicht, warum die Problematik weiter erforscht werden muss.

Digitales Arbeiten, z. B. in Form von digitaler Kommunikation oder der Arbeit mit komplexen cyber-physischen Systemen, stellt zum Teil neue Anforderungen an die Beschäftigten. Je nach verwendeter Technologie können positive, ebenso negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz beobachtet werden. Während digitales Arbeiten einerseits mit Zeitdruck, Unterbrechungen, Multitasking und Entgrenzung einhergehen kann, gibt es auch positive Effekte – etwa eine bessere Arbeitsorganisation durch digitale Unterstützung. Die Autoren der Studie machen darauf aufmerksam, dass eine stärkere Auseinandersetzung mit digitalen Technologien in der Forschung sowie in der betrieblichen Praxis der Arbeits- und Gesundheitsschutzes erforderlich ist. 

Die Studie „Arbeit mit digitalen Technologien, psychosoziale Belastungen und potenzielle gesundheitliche Konsequenzen“ von Kathrin Müller-Thur, Peter Angerer, Ulrike Körner und Nico Dragano (2018) ist in der Zeitschrift ASU Arbeitsmedizin Sozialmedizin Umweltmedizin (Ausgabe 6/2018) erschienen.