AQUIAS

Arbeitsqualität durch individuell angepasste Arbeitsteilung zwischen Servicerobotern und schwer-/nichtbehinderten Produktionsmitarbeitern

Teilhabe durch Robotik

Der Einzug der Roboter in die Produktionshallen deutscher Unternehmen ist bereits in vollem Gange. Die neueste Generation von Sicherheitssensorik in Robotern ermöglicht eine völlig neue Organisation der Produktionsarbeit ohne Schutzzaun. Doch wie kann die Arbeitsteilung zwischen Mensch und Roboter so gestaltet werden, dass Mitarbeiter attraktive Aufgaben erhalten? Und wie lassen sich die neuen Chancen der barrierefreien Mensch-Roboter-Kooperation speziell für schwerbehinderte Personen nutzen? Die immer engere Kooperation zwischen Servicerobotik und Mensch führt zu neuen Gestaltungsfragen der Arbeitsteilung.     

Ziele des Verbundprojektes AQUIAS

Das Projekt AQUIAS erarbeitet Ansätze, um die Arbeitsqualität für schwer- und nicht behinderte Produktionsmitarbeiter zu sichern und die Mensch-Roboter-Kooperation attraktiv, gesund und sicher zu gestalten. Um breiten Beschäftigtengruppen die Teilhabe an industrieller Arbeit in der Mensch-Roboter-Zusammenarbeit zu erschließen, stehen zwei Bereiche im Mittelpunkt: Im ersten wird der mobile Produktionsassistent „Apas assistant“ der Robert Bosch GmbH in der Integrationsfirma Isak gGmbH eingesetzt – einem Unternehmen, in dem schwerbehinderte Produktionsmitarbeiter mit individuellen Leistungsbeschränkungen in der Montage arbeiten. Ihre individuelle Unterstützung  durch mobile Produktionsassistenten verspricht Teilhabe an Arbeit, aber auch Lernpotenzial für die Unterstützung normal leistungsfähiger Mitarbeiter durch Robotik.

Im zweiten Pilotbereich testet die Robert Bosch GmbH mit dem mobilen Produktionsassistenten Formen der Arbeitsteilung zwischen Mensch und Roboter, Zielgruppe sind Mitarbeiter ohne Leistungseinschränkungen. Indem AQUIAS alternative Szenarien der zukünftigen Arbeitsprozesse entwickelt, können unterschiedliche Formen der Arbeitsteilung zwischen Mensch und Roboter sichtbar gemacht und diskutiert werden. Die Szenarien ermöglichen Rückschlüsse darauf, wie sich die Arbeitsaufgaben des Menschen verändern, durch neue Aufgaben ergänzt werden oder wegfallen. Diese Veränderungen werden nach arbeitswissenschaftlichen Kriterien bewertet, um die Qualität der neugestalteten Arbeit aus Sicht des Menschen zu ermitteln. Diese Ergebnisse können Unternehmen nutzen, um attraktive Arbeitsaufgaben für die Mensch-Roboter-Zusammenarbeit zu entwickeln.

Projektlaufzeit
01. Oktober 2015 bis 30. April 2019
Kontakt

David Kremer
Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation

Telefon: 0711 970-2223
david.kremer@iao.fraunhofer.de