GAP

Gesunde Arbeit in Pionierbranchen. Entwicklung und Erprobung eines selbstlernenden, netzwerkkoordinierten Arbeits- und Gesundheitsschutzes für kleine und mittlere Technologieunternehmen

Pionierbranchen – Gesundheit von Anfang an mitdenken

Über die Digitalisierung und Vernetzung betrieblicher Prozesse, ebenso ihre Folgen für die Gesundheit von Beschäftigten, ist bislang wenig bekannt. Das Projekt GAP wird gemeinsam mit Wissenschaft, Technologienetzwerken und Pilotunternehmen erste Antworten und Gestaltungsansätze für die drei Pionierbranchen Photonik, Halbleitertechnik und Windenergie aufspüren. Das sind Wachstumsbranchen, die neuste Techniken entwickeln und zugleich einsetzen –  eine Chance, den Technikwandel für Beschäftigte bereits von Beginn an gesundheitswirksam zu gestalten.

Ziele des Projektes GAP

Das Ziel von GAP ist es, einen selbstlernenden und netzwerkkoordinierten Arbeits- und Gesundheitsschutz in Pionierbrachen unter den Bedingungen des technologischen und demografischen Wandels zu erarbeiten. Selbstlernend bedeutet, dass sich die Praxisakteure gemeinsam neues Wissen aneignen, es bewerten und im Netzwerk anwenden. Mit netzwerkkoordiniert ist gemeint, dass Technologienetzwerke die im Projekt GAP erprobten Praxisinstrumente nutzen, um ihre Mitglieder auch nach Projektende bei der Gestaltung gesundheitsgerechter Arbeit zu beraten.

Im Projekt werden Instrumente und Strategien für einen ganzheitlichen Arbeits- und Gesundheitsschutz in Betrieben konzipiert. Dazu zählen unter anderem Strategien, die auf die Gestaltung von softwarebasierten Arbeitsprozessen und die Zusammenarbeit mit vernetzter Sensorik abzielen. Gleichzeitig erfolgt der Aufbau von Konzeptmodulen, die Technologienetzwerke befähigen, KMU in Fragen des Gesundheitsschutzes professionell zu unterstützen und sie fit für technologische Anforderungen zu machen. Dies gelingt durch eine betriebliche Toolbox mit arbeitsmedizinischen Instrumenten, ein Manual zur Umsetzung der Netzwerkoordination und ein Fallstudienarchiv. Mit der Kombination von technologischen Innovationen und gesundheitsgerechter Arbeitsgestaltung trägt GAP dazu bei, einen netzwerkkoordinierten Unternehmensservice aufzubauen und in den Pionierbranchen Photonik, Halbleitertechnik und der Windenergie zu etablieren.

Projektlaufzeit
01. Januar 2016 bis 30. April 2019
Kontakt

Friedrich-Schiller-Universität Jena

Prof. Dr. Klaus Dörre (Projektleitung)
Telefon: 03641 945-521
klaus.doerre@uni-jena.de

Thomas Engel (Verbundkoordination)
Telefon: 03641 945-529
thomas.engel@uni-jena.de